Libretto von Cesare Sterbini
nach dem Lustspiel des Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais
Die hübsche Rosina wird von ihrem Vormund Doktor Bartolo eifersüchtig vor den Augen der Öffentlichkeit abgeschirmt, um mögliche Liebeswerber von vorn herein fernzuhalten. Das geschieht aber nicht etwa aus Leidenschaft für das Mädchen, sondern aus Berechnung. Denn Bartolo beabsichtigt durch eine Heirat mit Rosina, in den Besitz ihres beträchtlichen Vermögens zu kommen.
Als sich nun der charmante Graf Almaviva inkognito an Rosina heranpirscht und mit zahlreichen Tricks versucht, Rosina für sich zu gewinnen, wittert der Doktor Gefahr für sein Vorhaben. Dass am Ende dann doch noch Liebe über Geld triumphiert, dafür sorgt nicht
zuletzt ein cleverer Barbier, der im Hintergrund die Fäden zieht. Figaro, Figaro, Figaro …
Nur sechsundzwanzig Tage benötigte Gioacchino Rossini zur Komposition seiner beliebtesten Buffo-Oper, die mit ihrer zündenden Melodik und Rhythmik, effektvollen Instrumentierung und virtuosen Gesangsakrobatik zu den gelungensten ihrer Art zählt. Das turbulente Stück wirbelt wie kein anderes den sprühenden Humor des Belcanto-Meisters auf die Bühne und gilt seit 1816, dem Jahr der Uraufführung am Teatro Argentina in Rom, zurecht als Publikumsliebling.






