Unternehmernetzwerktreffen

Unternehmensstandort VG Traben-Trarbach

Den Unternehmensstandort               „VG Traben-Trarbach“ besser und attraktiver machen

Präsentation der Standortumfrage der Verbandsgemeinde bewirkt eine Vielzahl produktiver Vorschläge und Ideen

Die Attraktivität des Standortes „Verbandsgemeinde Traben-Trarbach“ war Thema einer Veranstaltung, zu der Bürgermeister Marcus Heintel am vergangenen Dienstag ins Stadthaus „Alter Bahnhof“ eingeladen hatte. Zu Beginn durfte er Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Verbandsgemeinde ebenso begrüßen wie Vertreter der Banken. Die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach hatte im November 2018 eine Umfrage zur regionalen Standortattraktivität, mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammer Trier, unter den rund 1.400 Unternehmen in der VG gestartet. Davon haben sich rund 8 Prozent beteiligt. Insgesamt wurde dem Unternehmensstandort „VG Traben-Trarbach“ mit der Note 3,3 eine deutliche schlechtere Bewertung als dem Landkreis Bernkastel-Wittlich gegeben, der in einer ähnlichen Umfrage aus dem Jahr 2016 mit der Note 2,7 abschnitt. Auch die Weiterempfehlung des Standortes wurde mit 34,6 % im Verhältnis zum Landkreis (66,1 %) schlecht bewertet. Man wollte gerade auch solche kritischen Rückmeldungen nicht unter den Tisch kehren, so Heintel, sondern dies als Ansporn für eine gemeinsame Zusammenarbeit und zur Verbesserung auffassen.

 In der weiteren Betrachtung der Umfrageergebnisse wurden, unter Moderation von Dr. Matthias Schwalbach von der Handwerkskammer Trier, zentrale Fragen im Rahmen eines „World Café’s“ bearbeitet. Luisa Marx, Referentin für Fachkräftesicherung der IHK Trier, moderierte die Frage nach der Suche sowie der Aus- und Weiterbildung von Arbeitskräften und wie man sich hierbei gegenseitig unterstützen könne. Hier wurden

Foto: Bürgermeister Marcus Heintel bei der Präsentation der Ergebnisse der Standortumfrage

Vorschläge wie eine digitale Austauschplattform, die Kooperation mit den Schulen, ein regionales Marketing zur Bewerbung des Wirtschaftsstandortes „VG Traben-Trarbach“ sowie die Bildung von Ausbildungskooperationen gemacht.

Die Zusammenarbeit und Kooperation von Wirtschaft und Kommune sowie Erwartungen an eine wirtschaftsfreundliche Verbandsgemeinde wurde mit Frank Koch, Büroleiter und Leiter des Fachbereiches „Organisation und Finanzen“ der Verbandsgemeindeverwaltung erörtert. Hier wurde insbesondere die Verbesserung der Kommunikation zwischen Verwaltung und Unternehmen angemahnt und der Aufbau einer digitalen Kommunikationsplattform angeregt. Außerdem müsse die Bearbeitung beispielsweise von Bauanträgen beschleunigt werden. Des weiteren sollten die Bereitstellung von Parkplätzen, die Parkraumbewirtschaftung und –überwachung beleuchtet und die Einführung eines Gästebeitrages untersucht werden.

Frank Thullen, Leiter des Fachbereichs „Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen“ der Verbandsgemeinde, begleitete die Diskussion über die Frage, wie die Lebens- und Aufenthaltsqualität in der VG Traben-Trarbach verbessert werden kann. Neben dem demografisch bedingten Bedarf zur Sicherung der medizinischen Versorgung wurden im Rahmen der anstehenden Neuaufstellung des Flächennutzungsplans Möglichkeiten zum Städtebau, zur Dorfentwicklung, die Beseitigung von Gewerbeleerständen und die Schaffung von Baugebieten thematisiert. Insbesondere soll auf die Pluspunkte und Alleinstellungsmerkmale, wie die Schönheit der Landschaft und die günstigen Lebenshaltungskosten, in der Außendarstellung werbend hingewiesen werden.

Foto:  Arbeit an den Thementischen

Als kurzfristiges Ziel wurde der Aufbau eines Mailverteilers und regelmäßigen Newsletters sowie einer Internetplattform für das Unternehmernetzwerk gesetzt, auf der zunächst die Umfragepräsentation und die Ergebnisse der Veranstaltung veröffentlicht werden. Außerdem soll mit den Schulen eine engere Kooperation aufgebaut und im ersten Schritt dazu eine Ausbildungs- und Jobmesse organisiert werden. In diesem Zusammenhang soll auch ein Bewerbertraining sowie eine Ausbildungs- und Jobbörse auf der Internetseite der Verbandsgemeinde entstehen. Zu den Themenfeldern sollen Arbeitskreise gebildet und kurzfristig einberufen werden. Nach einem Jahr soll dann in großer Runde Bilanz gezogen und die weiteren Schritte beraten werden.

 Foto: Vorstellung der diskutierten Themen im Plenum

Bürgermeister Marcus Heintel, der sich begeistert von den Vorschläge und der Mitarbeit zeigte, dankte allen Teilnehmenden für die lockere und dennoch ernsthafte Diskussion und die vielen verschiedenen Vorschläge. Er werde mit der Verwaltung gemeinsam die kurz-, mittel- und langfristig zusammengestellten Vorschläge aufarbeiten.

(Text: Bürgermeister Marcus Heintel, Fotos: Verbandsgemeindeverwaltung Traben-Trarbach)

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