ärtzliche Versorgung

Verbandsgemeinde und Landkreis haben ärztliche Versorgung im Blick


Mit den praktizierenden Ärzten fanden in der Vergangenheit ebenfalls Gespräche statt, wie die ärztliche Versorgung in unserer Verbandsgemeinde nachhaltig gesichert werden kann. Leider gibt es hier für die Kommunen bzw. den Landkreis wenig direkte Einflussmöglichkeiten, dem Ärztemangel zu begegnen, die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich hat hier aber gemeinsam mit den benachbarten Landkreisen Cochem-Zell, Eifelkreis Bitburg-Prüm und Vulkaneifel die interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) im Projekt „Gesundheit miteinander Zukunft“ gesucht. Die kreisübergreifende Zusammenarbeit bei der medizinischen Versorgung soll vor allem den Austausch über Versorgungssituationen vor Ort fördern und gemeinsame Handlungsbedarfe identifizieren. So können kreisübergreifend Lösungsstrategien für die gesamte Region in intensiver Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten, Therapeuten, Krankenhäusern, Krankenkassen, Bezirksärztekammern und der kassenärztlichen Vereinigung entworfen werden.

Bürgermeister Marcus Heintel hatte deshalb die niedergelassenen Haus- und Fachärzte, die Ortsbürgermeister der Gemeinden mit Arztsitzen sowie politische Vertreter aus der Verbandsgemeinde zu einem weiteren Gespräch in den Bürgersaal nach Traben geladen. Hier stellten zunächst die beiden Mitarbeiter der Kreisverwaltung, Frau Menges und Herr von St. Vith, die Inhalte der interkommunalen Zusammenarbeit vor. Vor allem die ersten Ergebnisse, der Ärztebefragung, die Anfang des Jahres in allen vier beteiligten Landkreisen bei ca. 600 Ärzten sowie Psychotherapeuten durchgeführt wurde, weckte das Interesse der anwesenden Ärzte. Die Befragung soll wichtige Grundlagendaten und Erkenntnisse über die Praxisstruktur, die Bereitschaft zur Ausbildung von Nachwuchsmedizinern, der Veränderungsbereitschaft und den Erwartungen der Ärzte an die Politik sowie den Nachbesetzungsbedarf liefern und ist ein Baustein des Gesamtkonzeptes.

Weiterhin wurden die bereits zweimal durchgeführten sog. Gruppenfamulaturen vorgestellt, wo junge Medizinstudierende ihr vierwöchiges Pflichtpraktikum (sog. Famulatur) auf Einladung des Landkreises in Arztpraxen im Landkreis ableisten können. Der Landkreis kümmert sich um die Organisation, Mobilität und Unterkunft, so dass die Famulanten sich allein auf ihre Tätigkeit konzentrieren können. Gleichzeitig können sie bei dem vierwöchigen Aufenthalt ihre Freizeitaktivitäten in der Region verbringen und diese so kennen und schätzen lernen. Dies fand sowohl bei den Ärzten als auch bei den politischen Vertretern Anklang und man wollte hier zukünftig auch gerne unterstützen, sollten Famulanten in die Verbandsgemeinde kommen.

Ebenso diskutierte man über den Mangel an medizinischen Fachangestellten und die Notwendigkeit, grundsätzlich mehr Ärzte auszubilden, d.h. mehr Medizinstudienplätze zu schaffen. Probleme und Forderungen, über die unlängst auch die Teilnehmer des runden Tisches Gesundheit der vier Landkreise schon diskutiert haben. Bürgermeister Heintel hob hervor, wie wichtig es sei, mit allen Beteiligten aus Politik, Kommunen, Ärzteschaft und Krankenhäusern im regelmäßigen Austausch zu bleiben, um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können. Diese Vernetzung der Akteure wurde auch von den Teilnehmern als sehr wichtig und lohnend erachtet. So einigte man sich darauf, den Austausch auf Ebene der Verbandsgemeinde auch regelmäßig zu wiederholen.