Neue Impulse für das Möhring-Erbe in Traben-Trarbach, Folgeveranstaltung setzt auf konkrete Projekte und stärkere Vernetzung


Traben-Trarbach. Wie kann das architektonische Erbe Bruno Möhrings künftig stärker sichtbar gemacht und für die Stadtentwicklung genutzt werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich die erste Folgeveranstaltung des Möhring-Forums.

Die Veranstaltung knüpfte an die im Januar gezeigte Ausstellung „Die Spuren Bruno Möhrings in Traben-Trarbach“ sowie das begleitende Diskussionsforum an. Beide Formate hatten eindrucksvoll gezeigt, auf welch großes Interesse das Werk des bedeutenden Jugendstil-Architekten in der Bevölkerung stößt.

Im Mittelpunkt des Abends stand daher nicht nur der Rückblick auf die bisherigen Erkenntnisse, sondern vor allem die Frage nach den nächsten konkreten Schritten. Ziel war es, Ideen zu bündeln, Akteure zu vernetzen und erste Projektansätze für eine nachhaltige Weiterentwicklung zu formulieren.

Ein zentrales Thema war die stärkere Sichtbarkeit Möhrings im Stadtbild. Diskutiert wurden unter anderem neue Ausstellungsformate, Informationsangebote sowie eine verbesserte digitale Präsenz. Insbesondere die Überarbeitung der bestehenden Internetauftritte und die ansprechendere Darstellung von Bild- und Textmaterial wurden als wichtige Aufgaben identifiziert. Heidrun Bernitt konnte in diesem Zusammenhang mitteilen, dass mit Unterstützung der Sparkasse Mittelmosel eine „mobile Ausstellung“ mit 10 RollUps hergestellt wurde. Diese ist vom 25. Mai bis 26. Juni in der Sparkasse in Wittlich zusehen. Bei Interesse kann die „mobile Ausstellung“ beim Förderverein ausgeliehen werden.

Auch im Bereich Tourismus sehen die Beteiligten großes Potenzial. So wurde angeregt, thematische Rundgänge und Angebote zu entwickeln, die Besucher gezielt auf die Spuren Möhrings führen. Eine engere Zusammenarbeit mit touristischen Einrichtungen sowie kommunalen Gremien soll dabei helfen, entsprechende Konzepte umzusetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung geeigneter Informationsmaterialien. Vorgeschlagen wurden unter anderem Broschüren, Postkarten mit Jugendstilmotiven sowie mobile Ausstellungselemente, die flexibel eingesetzt werden können. Ziel ist es, sowohl Einheimischen als auch Gästen einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema zu ermöglichen.

Darüber hinaus wurde die Bedeutung von Kooperationen hervorgehoben. Neben lokalen Vereinen, Institutionen und Gewerbetreibenden könnten auch externe Partner sowie andere Städte mit Möhring-Bezug in zukünftige Projekte eingebunden werden. Eine solche Vernetzung wird als wesentlicher Erfolgsfaktor für die langfristige Etablierung des Themas gesehen.

Nicht zuletzt spielte auch die Frage der Finanzierung eine Rolle. Neben der Nutzung bereits vorhandener Materialien wurden Möglichkeiten des Sponsorings sowie eine stärkere Professionalisierung einzelner Maßnahmen diskutiert.

Die Folgeveranstaltung machte deutlich, dass das Interesse am architektonischen Erbe Bruno Möhrings ungebrochen ist und zahlreiche Ideen für dessen zukünftige Nutzung vorhanden sind. Entscheidend wird nun sein, diese Ansätze zu priorisieren und gemeinsam in konkrete Projekte zu überführen.

Mit dem Möhring-Forum ist damit ein wichtiger Schritt getan, um das kulturelle Profil weiter zu schärfen und das historische Erbe nachhaltig zu sichern und erlebbar zu machen.