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Netzwerktreffen der Jugendparlamente im Kreis Bernkastel-Wittlich


Netzwerktreffen der Jugendparlamente im Kreis Bernkastel-Wittlich


Die Vernetzung und der direkte Austausch zwischen Jugendparlamenten stellen einen zentralen und pädagogisch besonders wertvollen Bestandteil der kommunalen Jugendarbeit dar. Sie ermöglichen Beteiligung auf Augenhöhe, fördern demokratische Kompetenzen und schaffen Räume, in denen junge Menschen ihre Erfahrungen, Ideen und Perspektiven aktiv einbringen können. Vor diesem Hintergrund fand am Sonntag, den 19. April, im Jugendraum in Monzelfeld ein Netzwerktreffen der Jugendparlamente im Kreis Bernkastel-Wittlich statt. Vertreten waren Jugendparlamentarierinnen und Jugendparlamentarier aus Traben-Trarbach, Morbach und Bernkastel-Kues. Begleitet wurden sie von den zuständigen Fachkräften: Patrycja Latowski (Mobile Jugendarbeit, Verbandsgemeinde Traben-Trarbach), Mario Herges (Jugendpflege Morbach) sowie Guido Moll (Jugendpflege, Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues).

In einer bewusst niedrigschwelligen und offenen Gesprächsatmosphäre unterstützt durch gemeinsames Grillen konnten sich die Jugendlichen ungezwungen begegnen, kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen. Gerade diese Rahmenbedingungen erwiesen sich als besonders förderlich für einen intensiven und ehrlichen Erfahrungsaustausch. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Einblicke in die Arbeit ihrer jeweiligen Jugendparlamente zu geben und voneinander zu lernen. Themen waren unter anderem unterschiedliche Arbeitsstrukturen, Projektideen sowie zentrale Anliegen junger Menschen in den jeweiligen Kommunen. Ein zentrales Thema war die geplante Einführung eines beratenden Stimmrechts für Jugendparlamente im Jugendhilfeausschuss des Kreises. Die anwesenden Jugendlichen sprachen sich geschlossen für dieses Vorhaben aus. Gleichzeitig wurde ein rotierendes Verfahren befürwortet, bei dem jährlich ein anderes Jugendparlament die Vertretung übernimmt, um eine gleichberechtigte Beteiligung sicherzustellen. Kritisch angemerkt wurde der frühe Sitzungsbeginn des Ausschusses um 16 Uhr, der für Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende nur schwer mit schulischen und beruflichen Verpflichtungen vereinbar ist. Als mögliche Lösung wurde die Unterstützung durch Jugendpflegekräfte bei schulischen Freistellungen thematisiert.

Das Treffen endete mit einem durchweg positiven Feedback. Der Wunsch nach einer weiteren und regelmäßigen Vernetzung der Jugendparlamente wurde deutlich formuliert. Ein nächstes Treffen ist bereits in Planung: Das Jugendparlament Traben-Trarbach lud zu einem Austausch in den Sommermonaten ein, ein Termin wird noch bekannt gegeben.

Ein wichtiger Ausblick richtet sich auf den 19. Mai: In Wittlich wird im Jugendhilfeausschuss darüber abgestimmt, ob den Jugendparlamenten künftig ein beratendes Stimmrecht eingeräumt wird. Das Netzwerktreffen hat deutlich gezeigt, dass die Jugendlichen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv in politische Entscheidungsprozesse einzubringen.

Verfasserin des Artikels:

Patrycja Latowski

Sozialpädagogische Fachkraft der Mobilen Jugendarbeit

Verbandsgemeinde Traben-Trarbach


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