CORONA-Krise: Zu Hause bleiben – Solidarität zeigen!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

seit letzter Woche hat sich unser alltägliches Leben radikal geändert. Der Corona-Virus hat uns mit so großer Wucht erreicht, wie es von ihren Auswirkungen her nur wenige für möglich gehalten hätten. Viele von uns haben die Gefahr geraume Zeit nicht ernstgenommen und nun müssen wir – wohl oder übel – eine gewisse Zeit Einschränkungen in Kauf nehmen, um die Ausbreitung so zu verlangsamen, dass gerade unser Gesundheitssystem in der Lage ist, die potentielle Zahl von Erkrankten versorgen zu können.

Wir alle wissen um die fast übermenschlichen Leistungen, die viele Personen und Berufsgruppen derzeit erbringen! Hier nenne ich insbesondere Ärztinnen und Ärzte, Gesundheits- und Krankenpfleger/innen und –Kinderkrankenpfleger/innen, Rettungssanitäter/innen, Erzieher/innen, Feuerwehrleute, Polizist/inn/en – einfach alle, die im medizinischen, gesundheitlichen und pflegerischen Bereich aktiv sind und alle aus der „Blaulichtfamilie“. Sie sind es, die im Moment am Meisten gefordert sind und nicht zu denjenigen gehören, die zu Hause bleiben müssen, sondern im höchsten Maße für uns alle da sind. Sie sagen zurecht: „Wir bleiben für Euch da, und Ihr bitte zu Hause!“

Ich sage sicherlich in unser aller Namen und auch besonders der Ortsbürgermeisterinnen, Orts- und Stadtbürgermeister sowie der Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher, meiner Beigeordneten und den Mitgliedern des Verbandsgemeinderates einen ganz herzlichen Dank an diese, unsere Helferinnen und Helfer, die gerade Übermenschliches leisten. Gerade in einer solchen Krisenzeit erhalten sie eine besondere Bedeutung und Anerkennung, die sie auch in der „Normalzeit“ verdient haben!

Liebe Bürgerinnen und Bürger, wir erleben derzeit einen Epochenbruch. Niemand weiß, wie lange die Krise andauern wird und welche dauerhaften Folgen sie mit sich bringt. Auf den Moment betrachtet brauchen wir zuerst eine Koalition der Menschlichkeit. Und auch wenn es paradox klingt: Derzeit ist die beste Art, den Menschen Nähe zu zeigen, dieses durch genügend Abstand zu tun. In der jetzigen Zeit brauchen wir eine neue Form der Menschlichkeit und des Zusammenhaltes. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsidentin Malu Dreyer haben dies in ihren Fernsehansprachen auf für mich eindrucksvolle Art und Weise betont und unterstrichen. Bitte beherzigen Sie die Worte Angela Merkels: „Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst.“

Wir helfen uns in dieser Situation gegenseitig am Besten, indem wir solidarisch denen unsere Hilfe anbieten, die alt und krank sind und ihre Einkäufe nicht tätigen können. Hier haben sich bereits einige lobenswerte Initiativen gebildet, auf die wir aufmerksam machen wollen. Gerne können sich Gruppen unter Corona-Hilfe@vgtt.de melden, die z.B. nachbarschaftliche Hilfen anbieten, die wir dann auf einer Liste in der Verwaltung, auf der Internetseite sowie hier im Mitteilungsblatt veröffentlichen und stetig auf aktuellem Stand halten.

Neben den zwischenmenschlichen Einschränkungen haben unter den Folgen von Corona auch die heimische Wirtschaft zu leiden. Deswegen werden wir für die Gewerbetreibenden auf Antrag alle gemeindlichen Steuern und Abgaben bis 31.12.2020 zinslos von der Vollziehung aussetzen.

Zu Fragen der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise können sich Unternehmen darüber hinaus an die Stabstelle Unternehmenshilfe Corona des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz wenden: Tel: 06131/16-5110, E-Mail: unternehmenshilfe-corona@mwvlw.rlp.de. Desweiteren bietet das Land Kreditbürgschaften an, die Bundesregierung plant ein massives Investitionspaket und Hilfen für bedrohte Betriebe, Unternehmen sowie die Beschäftigten.

Bemerkenswert finde ich die Aktion mancher Winzer mit dem Motto „Zu Hause bleiben – Wein trinken – Leben retten!“. Eine konstruktive, pfiffige Art und Weise, mit der Situation umzugehen. Es gibt keinen Grund, Angst zu haben, sondern Vorsicht und Achtsamkeit reichen völlig aus! Und bei allem Ernst der Lage sollten wir uns den Spaß und die Freude am Leben nicht nehmen lassen. Nutzen Sie daher gerade jetzt die Zeit für Dinge, die im stressigen Alltag untergehen und für die sonst wenig Zeit geblieben ist. Aber: halten Sie sich aus gebotenem Anlass an die Regeln und Vorschriften, die zum Schutz aller und eines jeden einzelnen Menschen gerade gelten!

Die Feuerwehren stellen nach wie vor pflichtbewußt die Aufrechterhaltung und Einsatzbereitschaft sicher und führen reale Einsätze durch. Hierfür gilt mein besonderer Dank!

Wie bereits mitgeteilt, sind die Verwaltungsgebäude der Verbands-gemeindeverwaltung und der Verbands-gemeindewerke Traben-Trarbach bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Dringliche, unaufschiebbare Dinge können nach telefonischer Voranmeldung in einem der Dienstgebäude erledigt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass Termine beim Einwohnermeldeamt und Standesamt nach vorheriger telefonischer Vereinbarung ausschließlich in Traben-Trarbach (Verwaltungs-gebäude II in der Brückenstraße) möglich sind! Die Kontaktdaten zu einzelnen Dienstleistungen sind auf der Website unter https://www.vgtt.de/buergerservice/unsere-leistungen-fuer-sie/ oder https://www.vgtt.de/buergerservice/mitarbeiter-innen/ zu finden.

Zusätzlich hat die Verwaltung während der sonst üblichen Öffnungszeiten Service-Telefonnummern eingerichtet, an die sich die Bürgerinnen und Bürger wenden können:

·         Standesamt                                                                  Tel. 06541/708-265 

·         Bürgerservice                                                               Tel. 06541/708-262

·         VG-Werke                                                                      Tel. 06541/708-140/-165

·         Zentrale                                                                         Tel. 06541/708-0

Im Eingangsbereich im Rathaus Trarbach liegen Gelbe Säcke zur Abholung bereit, ebenso wie die Tonnen zur Rückgabe von Altbatterien.           
Die Trinkwasserversorgung durch die Verbandsgemeindewerke Traben-Trarbach ist gesichert!   
Neben der Verwaltung sind auch die Mosel-Therme in Traben-Trarbach sowie sämtliche Schulen und Hallen in Trägerschaft der Verbandsgemeinde, der Ortsgemeinden sowie der Stadt Traben-Trarbach sowie die Kitas geschlossen, auch Volkshochschulkurse, Seniorenbusfahrten und die Samstags-Öffnung des Bürgerbüros finden nicht statt. Für Anspruchsberechtigte gibt es in den Grundschulen und Kitas eine Notbetreuung.

Hier nochmals die wichtigsten Telefonnummern zusammengefasst:

·         Zentrale Verbandsgemeindeverwaltung:                  Tel. 06541 708-0

·         Hotline Gesundheitsamt:                                             Tel. 06571 14-1251 oder 14-2343

·         Hotline Kreisordnungsamt:                                         Tel. 06571 14-1020

·         Ärztlicher Bereitschaftsdienst:                                    Tel. 116117

Liebe Bürgerinnen und Bürger,  
in dieser Situation werbe ich um Ihre Solidarität! Ich bitte darum, dass insbesondere alten, kranken und Menschen mit Behinderungen z.B. in der Nachbarschaft geholfen wird, u.a. durch Erledigung von Einkäufen. Unterlassen Sie stattdessen Hamsterkäufe!

Nutzen wir die Gelegenheit, um als Gesellschaft wieder näher aneinander zu rücken und uns gegenseitig zu helfen!

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Heintel 
(Bürgermeister)

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